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Strompuppe

Landwirtschaft

Seit rund 100 Jahren erleichtern elektrische Anwendungen auf dem Hof die schwere körperliche Arbeit. Dank des Motorwagens entfielen einige Arbeitsschritte für die zuvor viel Muskelkraft aufgebracht werden musste. Weiter elektrische Anwendungen auf dem Hof und auf dem Feld waren die Milchzentrifuge, das Eierprüfgerät, der Viehtreiber und das Weidezaungerät.

Der Elektromotor in der Landwirtschaft

ein hölzerner Motorwagen mit geöffneter Tür
Elektrischer Motorwagen, H. W. Klages, Hannover, um 1920

Auf Bildern alter Fabrikhallen erblickt man oft ein Gewirr von Transmissionsriemen, die von einer gemeinsamen Antriebswelle aus die verschiedensten Maschinen antreiben.

Während man in der Fabrik die einzelnen Produktionsabläufe um den Antrieb, z.B. eine Dampfmaschine mit Triebwelle, herumbauen konnte, war das in der Landwirtschaft mit ihren ausgedehnten Flächen und Gebäuden nicht möglich. Man musste den Antrieb dorthin verbringen, wo er gebraucht wurde. Der Elektromotor bot dafür die idealen Voraussetzungen.

Da aber elektrische Motoren damals sehr teuer waren, war der transportable Motor, der vielseitig eingesetzt werden konnte, die Regel. Es gab ihn aufgebaut auf Motortragen, eingebaut in Motorschleifen, in Motorkarren und eben im Motorwagen.

Bei diesen transportablen Anlagen sind Schalteinrichtungen und Kabel bereits fest aufgebaut, so dass auch nicht gebildetes Personal den Motor bedienen konnte. Man brauchte nur den Kraftstrom-Stecker in die Steckdose zu stecken – falls die Gemeinde schon an das öffentliche Elektrizitätsnetz angeschlossen war – und schon konnte man die verschiedensten Maschinen, beispielsweise Dreschmaschinen, Buttermaschinen, Häckselmaschinen, Schrotmühlen, Pumpen, Rübenschneider und Kuchenbrecher, mittels elektrischer Energie antreiben.

Der Eiblitz

Ein elektrisches Gerät um die Güte von Eiern zu prüfen
"Eiblitz", unbekannter Hersteller, um 1935

Mit dem Eiblitz wurde der Frischegrad der Hühnereier überprüft. Je heller das elektrische Licht durch die Eierschale hindurchschien, desto frischer war das Ei.

 

Der Viehtreiber

elektrischer Viehtreiber
Viehtreiber, Kathrein KG, Rosenheim, um 1960

Dieser Viehtreiber nutzt die mit 1,5 Volt relativ geringe Ausgangsspannung der Batterie und transformiert diese in Hochspannung von bis zu 5.000 Volt.

 

 

 

Das Weidezaungerät

ein elektrisches Weidezaungerät in grün geformt wie ein Pilz
Weidezaungerät, Koltec, Breda (NL), um 1960

Im Jahr 1945 nahm die Firma Koltec die Herstellung von batteriebetriebenen, elektrischen Weidezäunen auf. Zu sehen ist das legendäre „Pilzmodell“, Typ G für eine 6V Batterie.

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