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Fernsehapparat

Fernsehen

Als das neue Medium Fernsehen in den 1950er Jahren in die Wohnzimmer einzog, änderte sich auch das Freizeitverhalten der Bevölkerung. Kinobesuche wurde seltener, man blieb zu Hause und schaute sich Nachrichtensendungen und das Unterhaltungsprogramm vom heimischen Sofa aus an.

Zunächst schauten nur wenig zu. Die Geräte waren anfangs sehr teuer. Rund 1.000 Mark für einen Schwarz-weiß Fernseher. Das waren zu der Zeit etwa drei Monatsgehälter. Zwei Jahre nach dem Start des regelmäßigen Fernsehprogramms waren am 4. Juli 1954 die Straßen leergefegt: Man schaute das Fußballweltmeisterschafts-Endspiel Deutschland - Ungarn. In wenigen Wohnzimmern, in zahlreichen Gaststätten oder vor den Schaufenstern der Radio- und Fernsehgeschäfte. Und jubelte gemeinsam über den überraschenden Sieg der deutschen Elf. Der Bann war gebrochen: Die Zahl der angemeldeten Fernseher stieg 1954 von 1.168 auf 84.278, ein paar Jahre später auf 100.000 und 1960 bereits auf eine Million.

In dem Video zeigen wir einige ausgewählte Exponate aus dem meg.

Die Fernsehgeschichte

2017    Mit dem DVB-T2 HD-Format erfolgt ab 2017 die Einführung des digitalen Antennenfernsehens in Full High Definition-Qualität (Full-HD) mit 1.920 x 1.080 Pixeln.

2003        Das digitale terrestrische Fernsehen bzw. Digital Video Broadcasting-Terrestrial (DVB-T) wird am 4. August 2003 um 8.00 Uhr in Berlin und im Berliner Speckgürtel aufgeschaltet. Das digitale Antennenfernsehen verdrängt seitdem zunehmend den analogen Fernsehempfang per Kabel oder Satellit.

1984    Die erste Glasfaser-Verbindung wird am 19. November 1984 zwischen Hamburg und Hannover in Betrieb genommen.  Am 1. Januar 1984 nimmt mit der Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk (PKS) als Vorläufer des Senders Sat1 als erster deutscher Privatsender den Sendebetrieb auf. Einen Tag später geht auch der Wettbewerber RTLplus auf Sendung.

1979    Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin wird im August 1979 erstmals das Videotext-System ausgestrahlt.

1969        Am 20. Juli 1969 verfolgen Millionen Menschen vor den Fernsehbildschirmen die Landung des ersten Menschen auf dem Mond. Der Astronaut Neil Armstrong (1930–2012) spricht in die Kamera: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“

1967    Am 25. August 1967 startet das Farbfernsehen in Deutschland.

1966    Auf der Vollversammlung des Comité Consultatif International des Radiocommunications (CCIR) stimmen im Juni 1966 13 Staaten für die Einführung des PAL-Systems. Für das konkurrierende Secam-System entscheiden sich elf europäische Staaten.

1963    Am 1. April 1963 überträgt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) seine erste Sendung. Die meisten Geräte benötigen zum Empfang dieser Frequenz ein Zusatzgerät, einen so genannten Converter. Im Folgejahr sind bereits 10 Millionen Fernsehgeräte angemeldet.  Walter Bruch führt am 3. Januar 1963 erfolgreich das Phase Alternation Line-System (PAL) in Hannover vor. Es ist die Voraussetzung für die Einführung des Farbfernsehens im Jahr 1967.

1956    Henri Georges de France (1911–1986) erhält am 25. Mai 1956 ein Patent auf das Übertragungssystem Séquentiel Couleur à Mémoire (Secam).

1952    Schöne Bescherung: Am 25. Dezember 1952 wird in Hamburg offiziell das Deutsche Fernsehprogramm eröffnet. Zu sehen gibt es die Tagesschau und das Fernsehspiel „Stille Nacht, heilige Nacht“. Rund 4.000 Fernsehgeräte sind bis dahin zum Stückpreis von 1.150,- DM in Deutschland verkauft worden.

1950    Nachdem die britische Militärregierung 1948 eine entsprechende Genehmigung erteilt hat, strahlt der Nord-Westdeutsche Rundfunk (NWDR) im November 1950 erste Testprogramme aus.

1939    Volksempfänger auch für Fernsehbilder – Die ersten Einheitsempfänger sind fertig gestellt und kosten 650,- RM. Bis zum Kriegsende werden davon höchstens 50 Stück verkauft. Der Krieg stoppt die private Fernsehentwicklung – Programme werden nur für den Gemeinschaftsempfang in Lazaretten produziert.

1936    Prof. Dr. Walter Bruch (1908–1990) entwickelt die erste elektronische Fernsehkamera, die Ikonoskop-Kamera zur Direktübertragung von Live-Sendungen. Bei der Live-Übertragung der XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin steht Walter Bruch im August 1936 persönlich hinter der Kamera. In 27 Berliner Fernsehstuben sehen rund 150.000 Zuschauer sechzehn Tage lang Live-Bilder der Spiele.

1935    Die ersten Fernsehgeräte kosten 1.800,- RM. Bis 1936 waren in Deutschland gerade einmal 200 Fernsehgeräte verkauft worden.

1929    Auf Welle 468 Meter sendet die Deutsche Reichspost am 8. März 1929 von Berlin-Witzleben aus mit der ersten Deutschen Fernsehnorm versuchsweise 30-zeilige Bilder aus.

1928    Geburtsstunde des Fernsehens in Deutschland: Auf der 5. Großen Deutschen Rundfunkausstellung in Berlin wird am 31. August 1928 das Fernsehen der Öffentlichkeit vorgestellt.     Dem Schotten John Logie Baird (1888–1946) gelingt die erste transatlantische Fernseh-Übertragung von London nach New York.

1906    Arthur Korn (1870–1945) überträgt am 17. November 1906 auf einer Strecke von 1.800 km das Porträt des Kronprinzen Wilhelm von Preußen (1882–1951) als Bildtelegrafie. Im Folgejahr leitet er erfolgreich den bildtelegraphischen Übertragungsversuch zwischen München und Berlin.

1903    Die Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH, später Telefunken genannt, entsteht am 27. Mai 1903 durch den Zusammenschluss zweier Abteilungen der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) und der Siemens & Halske AG.

1897    Ferdinand Braun (1850–1918) macht am 15. Februar 1897 seine Erfindung der trägheitslosen Kathodenstrahl-Oszillographenröhre öffentlich publik. In der Epoche vor den Flachbildschirmen steht jedes TV-Gerät in der Tradition der Braunschen Röhre.

1888    Heinrich Hertz (1857–1894) weist am 29. November 1888 die Existenz Elektromagnetischer Wellen experimentell nach.

1883    Paul Nipkow (1860–1940) vollendet am Heiligen Abend die Patentschrift für sein elektrisches Teleskop: Der Schlüssel zu seiner Idee ist eine Scheibe mit spiralförmig angeordneten Löchern zur punktförmigen Zerlegung des Bildes. Sie ist die Grundlage für die Entwicklung des Fernsehens und wird später als „Nipkowscheibe“ bezeichnet.



Der Videorekorder

In Deutschland wurde das erste Patent für den Prototyp eines Video-rekorders 1953 erteilt. Doch erst 1964 kam der erste kommerzielle Video Tape Recorder (VTR), der Philips 3400, auf den Markt. Er konnte 45 Minuten in Schwarzweiß aufnehmen und kostete 6.900,- DM.

Die Geburtsstunde des Home-Video war im Jahr 1969: Philips und Grundig stellten den ersten Rekorder mit zugehöriger Videokamera sowie den ersten Video Cassette Recorder (VCR-System) mit neuer Kassetten-technik vor. Bislang waren die Magnetbänder auf offenen Rollen aufgespult.

Weitere Systeme kamen 1976 hinzu: JVC stellte das Format Video Home System (VHS) und Sony das Format Betamax vor. 1980 brachten Philips und Grundig das Video 2000-System heraus. Diese Kassetten wurden im Gegensatz zu VHS und Betamax auf zwei Seiten bespielt, und waren den anderen Systemen in puncto Bildqualität überlegen. Das Format konnte sich aber nicht durchsetzen, da VHS und Betamax schon zu verbreitet waren.

1984 kam der erste Camcorder mit Video 8-Kassetten auf den Markt, 1985 der erste Camcorder mit VHS-Kassetten. Ende der 1980er Jahre wurden VHS zu S-VHS und Video 8 zu Hi8 weiterentwickelt. Anfang der 1990er Jahre erschien die Video-CD mit 74 Minuten Spielzeit in VHS-Qualität. 1995 wurde schließlich der DVD-Standard festgelegt, der die klassische Videotechnik weitgehend vom Markt verdrängt hat.

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