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Modelleisenbahn

Spielzeug

Kinderspielzeug – Ein Spiegel der Gesellschaft

Die Geschichte des Spielzeugs ist so alt wie die menschliche Zivilisation. Gliederpuppen oder Bälle aus Bastgeflecht sind Funde schon aus der alten ägyptischen Kulturwelt. Dabei brachte jede Epoche im Laufe der Jahrtausende ihre eigenen Formen hervor. Ob aus Holz, Wachs, Metall oder Plastik - das verwendete Material spiegelt stets den jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungsstand wider.

Ein Spiegelbild der Gesellschaft ist das Spielzeug auch in anderer Weise: So lernt das kleine Mädchen schon im Spiel mit der Puppenstube, sich auf seine zukünftige Rolle als Hausfrau und Mutter vorzubereiten. Mit Zinnsoldat und Autorennbahn tastet sich hingegen der kleine Junge an die Welt der Erwachsenen heran.

Revolution im Kinderzimmer

Mit der Erfindung der Dampfmaschine bahnte sich Ende des 19. Jahrhunderts auch die industrielle Revolution ihren Weg in die Kinderzimmer. In einer fortschrittsgläubigen Zeit sollten sich schon die Kinder – vor allem die Jungen – die moderne Technik im Spiel aneignen. Eisen, der zentrale Werkstoff der Industrialisierung, war das Material der neuen Spielzeugepoche. Von Metallbaukästen über Automobile bis hin zu funktionsgetreuen Dampfmaschinen und Modelleisenbahnen: Eine ganze Welt aus Blech entstand, die jedoch oft nur den Reichen vorbehalten blieb. Für die Mehrzahl der Kinder aus den Arbeiterfamilien waren diese Dinge purer Luxus und unerschwinglich. Für sie gab es selbst gebastelte Gegenstände oder das sogenannte „Groschen-Spielzeug“, einfache Blechfiguren, die für wenige Pfennige zu haben waren.

Mit dem Teddy an die Front

Beim Übergang vom Dampf- zum elektrischen Antrieb wurden anfangs die gleichen Modelle wie vorher über Transmissionsriemen betrieben. Aber bald wurden die Motoren billiger und man stattete das Spielzeug mit Einzelantrieb aus: Das Zeitalter der elektrischen Eisen- und Autorennbahnen begann Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die beiden Weltkriege machten auch vor der Kinderzimmertür nicht halt. Mit Soldaten, Panzern und Kanonen gingen die Spielzeughersteller an die Front. Das wenige, was in den Trümmern der Nachkriegsjahre übrig geblieben war, wurde liebevoll geflickt und restauriert. Puppen aus Stofflumpen und improvisierte Bastelwerke waren heiß begehrt.

Erst in den 1960er Jahren verdrängten Kunststofffabrikate wie Lego, Barbie und Playmobil das traditionelle Metallspielzeug. Das Wirtschaftswunder brachte eine wahre Flut von Massenartikeln zu erschwinglichen Preisen auf den Markt.Von der

Von der Spielzeugautobahn zur Datenautobahn

Mit Tamagotchi und Game-Boy drang seit Ende der 1980er Jahre auch die elektronische Datenverarbeitung in die Spielwelt vor. Der Computer – das Arbeitsmittel der Erwachsenen – ist mittlerweile auch zum Spielgefährten der Kinder geworden.


Dampfmaschine


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Eisenbahn


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Lichtra


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