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Radio

Rundfunk

"Achtung, Achtung, hier ist Berlin auf Welle 400 Meter!"

Der Sender Berlin übertrug nach dieser Ansage am 29. Oktober 1923 die erste deutsche Rundfunksendung aus dem Berliner Vox-Haus. Die Möglichkeit, mit Hilfe eines "Rundfunkempfangsapparates" aus dem Nichts heraus Stimmen und Musik empfangen zu können, war für die damalige Zeit etwas so Sensationelles, dass jeder ein solches Gerät haben wollte. Nur wenige Menschen konnten sich jedoch vor 75 Jahren diesen Luxus leisten.

 

Schiebespulendetektor mit Kopfhörern
Detektor

Technisch versierte Bürger probierten den Rundfunkempfang über ein preiswertes Detektorgerät. Diese Geräte aus den 1920er und 1930er Jahren benötigten keine Stromversorgung. Um Radiosendungen zu empfangen, reichten die Leistung einer guten Antenne und ein Kopfhörer aus.

Das Kernstück eines Detektorapparates war dessen Detektor, ein Kristall mit Halbleitereigenschaften, welcher der Demodulation des Sendesignals diente. Die Suche nach einem Sender mit einer Drahtfeder auf dem Detektorkristall verlief oft mühselig. Zur Freude aller talentierten Radio-Bastler hob die Reichspost am 1. Januar 1925 die Stempelpflicht der Rundfunkgeräte und die Beschränkung der Wellenbereiche auf.

Ingelen Geographics Radio. Der Sender wird mit Leuchtpunkt auf einer Landkarte angezeigt
Rundfunkgerät Ingelen Geographic

Der eingestellte Sender des Modells „Geographic“ des Herstellers Ingelen, Elektrotechnische Fabrik Ingenieur Ludwig Neumann GmbH, Wien, leuchtet als kleiner Punkt auf der Geographie-Skala. Zu jedem Leuchtpunkt führt eine Glasfaser. Dieses Gerät kam Ende der 1930er Jahre auf den Markt und kostete 338,- RM.

Rahmenantenne
Antenne

Rahmenantennen begleiteten die Rundfunktechnik in ihren Anfangsjahren. Als Magnetantenne empfangen sie den elektromagnetischen Teil des Sendesignals.

Zur Absage jedes Sendetages gehörte noch Jahre nach der Einführung des Rundfunks der Satz: "Vergessen Sie bitte nicht, die Antenne zu erden." Mit dieser Mahnung sollte der Blitzeinschlag in Hochantennen vermieden werden. Wer draußen keine Hochantenne verlegen konnte, begnügte sich mit einer Zimmerantenne.