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Strompuppe

Landwirtschaft

ein hölzerner Motorwagen mit geöffneter Tür
Der Elektromotor in der Landwirtschaft

Auf Bildern alter Fabrikhallen erblickt man oft ein Gewirr von Transmissionsriemen, die von einer gemeinsamen Antriebswelle aus die verschiedensten Maschinen antreiben.

Während man in der Fabrik die einzelnen Produktionsabläufe um den Antrieb, z.B. eine Dampfmaschine mit Triebwelle, herumbauen konnte, war das in der Landwirtschaft mit ihren ausgedehnten Flächen und Gebäuden nicht möglich. Man musste den Antrieb dorthin verbringen, wo er gebraucht wurde. Der Elektromotor bot dafür die idealen Voraussetzungen.

Da aber elektrische Motoren damals sehr teuer waren, war der transportable Motor, der vielseitig eingesetzt werden konnte, die Regel. Es gab ihn aufgebaut auf Motortragen, eingebaut in Motorschleifen, in Motorkarren und eben im Motorwagen – wie im Museum für Energiegeschichte(n) ausgestellt.

Bei diesen transportablen Anlagen sind Schalteinrichtungen und Kabel bereits fest aufgebaut, so dass auch nicht gebildetes Personal den Motor bedienen konnte. Man brauchte nur den Kraftstrom-Stecker in die Steckdose zu stecken – falls die Gemeinde schon an das öffentliche Elektrizitätsnetz angeschlossen war – und schon konnte man die verschiedensten Maschinen, beispielsweise Dresch-maschinen, Buttermaschinen, Häckselmaschinen, Schrotmühlen, Pumpen, Rübenschneider und Kuchenbrecher, mittels elektrischer Energie antreiben.

Andere elektrische Anwendungen auf dem Hof und auf dem Feld waren die Milchzentrifuge, der Viehtreiber und das Weidezaungerät.