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Glühlampen

Beleuchtung

Wie das Licht elektrische wurde

Im Museum für Energiegeschichte(n) lässt sich nachvollziehen, wie das Licht eletktrisch wurde. Aus der Entwicklung der künstlichen Beleuchtung werden Aspekte erhellt, die zeigen, dass hinter jeder Geschichte viele Menschen stehen, die daran beteiligt waren.

Neue Beleuchtungsformen wurden meist heller als ihre Vorgänger. Argands Öllampe mit Runddocht überstrahlte die herkömmlichen Öllampen. Die viel helleren Gaslampen wirkten im Licht der elektrischen Bogenlampen wie "Funzeln". Mit Beginn der Industrialisierung entwickelte sich die Beleuchtung rasant. Sie trieb die Elektrifizierung voran. Mit dem künstlichen Licht konnte sich der Mensch vom natürlichen Tagesrhythmus unabhängig machen.   

Ein Glühstrumpf neben einer Kartonverpackung eines Glühstrumpfs
Gasbeleuchtung  

Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgte die Beleuchtung von Fabrikhallen, öffentlichen Plätzen und Straßen mit der leitungsgebundenen Energieart Gas. Manche Menschen standen der neuen Technik skeptisch gegenüber. Sie konnten kaum glauben, dass eine Lampe ohne Docht auskommen kann. 

Carl Auer von Welsbach (1858-1929) ließ sich 1885 den Glühstrumpf patentieren. Das Licht erwies sich jedoch als zu schwach. 1891 meldete er ein verbessertes Patent an. Der Glühstrumpf war unempfindlicher, sein Licht heller, der Gasverbrauch geringer. An die Stelle der offenen, flackernden Gasflamme trat das helle Licht des unbeweglichen Glühkörpers.     

eine elektrische Bogenlampe mit Kohlestiften und weißem Schirm
Bogenlampe

Trotz des hohen Komforts des Gaslichts setzte sich Ende des 19. Jahrhunderts das elektrische Licht durch. Bogenlampen von hoher Leuchtkraft und an hohen Masten aufgehängt, ließen Straßen, Plätze und öffentliche Gebäude erstrahlen.

Bei der Bogenlampe werden zwei sich gegenüberliegenden Kohlestifte auseinander gezogen, so dass sich der Strom seinen Weg durch die Luft bahnen musss. Die Enden der Kohlestifte werden zur Weißglut gebracht. Überspringende Kohleteile und die elektrisch geladene Luft schaffen den gleißend hellen Lichtbogen.

Der Glühfaden einer Glühlampe strahlt hell
Glühlampe

Eine bahnbrechende Erfindung stellte Thomas Alva Edison (1847-1931) im Oktober 1879 der Öffentlichkeit vor: Die Kohlefadenlampe. Mit der Glühlampe wurde das elektrische Licht dann auch in die Haushalte gebracht und die Elektrifizierung vorangetrieben.

Carl Auer von Welsbach gelang es 1898, die erste Metallfadenlampe mit dem chemischen Element Osmium herszustellen. Wenige Jahre später wurde von Siemens & Halske die Tantalfadenlampe entwickelt. Ihr folgte die Wolframfadenlampe, die 1905 auf den Markt kam und bis zum heutigen Tag in Gebrauch ist.