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Detektor

"Achtung, Achtung, hier ist Berlin auf Welle 400 Meter!" Der Sender Berlin übertrug nach dieser Ansage am 29.10.1923 klassische Musik live über den Rundfunk. Die Möglichkeit, mit Hilfe eines "Rundfunkempfangsapparates" aus dem Nichts heraus Stimmen und Musik empfangen zu können, war für die damalige Zeit etwas so Sensationelles, dass jeder ein solches Gerät haben wollte. Nur wenige Menschen konnten sich jedoch vor 75 Jahren diesen Luxus leisten. Technisch versierte Bürger probierten den Rundfunkempfang über ein günstiges Detektorgerät. Die Suche nach einem Sender mit einer Drahtfeder auf dem Detektorkristall verlief oft mühselig.

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D-Zug

Im Jahre 1925 lag die Zahl der Rundfunkhörer in Deutschland bei einer Million. Aus dieser Zeit stammt das dreiteilige Rundfunkgerät der AEG mit stehendem Trichterlautsprecher. Man nannte es "D-Zug", weil das dreiteilige Gerät wie die Waggons eines Zuges zusammengekoppelt war.

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Antenne

Zur Absage jedes Sendetages gehörte noch Jahre nach der Einführung des Rundfunks der Satz: "Vergessen Sie bitte nicht, die Antenne zu erden." Mit dieser Mahnung sollte der Blitzeinschlag in Hochantennen vermieden werden. Wer draußen keine Hochantenne verlegen konnte, begnügte sich mit einer Zimmerantenne. Die Klein-Rolli-Antenne zum Preis von 1,45 RM eignete sich besonders gut für die mobilen Kofferradios.