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Gaslampe und Glühstrumpf

Wo Licht ist, ist auch Leben. Diese Erkenntnis hat die Menschen bereits in früheren Jahrhunderten in dem Bemühen vorangetrieben, durch künstliche Beleuchtung die Natur zu überlisten. Öl, Kienspan, Wachskerzen und Petroleum spendeten jedoch bis in das 19. Jahrhundert hinein in den Haushalten und auf den Straßen nur spärliches Licht. Erst das Gaslicht schien hell und ließ sich als leitungsgebundene Energie jederzeit einsetzen. Diese Helligkeit bewirkte ein kurios anmutendes Gebilde aus feinem Material - der Gasglühstrumpf.

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Bogenlampe

Trotz des hohen Komforts des Gaslichts setzte sich Ende des 19. Jahrhunderts das elektrische Licht durch. Bogenlampen von hoher Leuchtkraft ließen Straßen, Plätze und öffentliche Gebäude erstrahlen. Beim Bogenlicht findet zwischen zwei Elektroden eine Art Gasentladung statt, die einen Lichtbogen zum Leuchten bringt. Diese Beleuchtungsart verbrauchte unglaublich hohe Mengen Energie und wurde daher im 20. Jahrhundert von anderen Systemen abgelöst.

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Nernstlampe

Für den Privathaushalt eignete sich besonders die Nernst-Lampe. Stäbe aus Oxiden bestimmter Erdmetalle erzeugten ein fast weißes Licht. Trotz ihres hohen Wirkungsgrades setzte sich diese Lampe nicht durch, da sie zum Leuchten mit einem Streichholz vorgewärmt werden musste.

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Glühlampe

Eine bahnbrechende Erfindung stellte Thomas Alva Edison im Oktober 1879 der Öffentlichkeit vor: Die Kohlefadenlampe mit einer Brenndauer von 45 Stunden. Neben der Glühlampe entwickelte er ein komplettes Beleuchtungssystem vom Dynamo bis zum Installationszubehör und gelangte damit in kürzester Zeit zu Weltruhm. Für den früheren Erfinder Heinrich Göbel aus dem hannoverschen Umland blieb lediglich die juristische Anerkennung im Rahmen eines Patentrechtsstreits.