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Telefon mit Reichsadler

In der modernen preußischen Amtsstube von 1905 thronte der Fernsprechtischapparat "OB05" mit dem kaiserlichen Reichsadler in der Mitte des Schreibtisches. Die Wählscheibe gab es noch nicht. Um eine Verbindung zu bekommen, musste zunächst die Kurbel gedreht werden, um das Fräulein vom Amt in der Vermittlung zu erreichen. Aber der Fortschritt kam mit schnellen Schritten: Bereits 1908 wurde in Hildesheim die erste automatische Fernsprech-Ortsvermittlung Deutschlands in Betrieb genommen.

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Ericsson-Wandtelefon

Gemessen an Mobiltelefonen heute hat dieses Vorgängermodell geradezu gigantische Ausmaße. Um die Jahrhundertwende gebaut, entsprach es jedoch dem aktuellen Stand der Technik und vereinte in sich sogar zwei Funktionen: Durch den Anschluss mehrerer separater Leitungen konnte der Apparat zusätzlich als Haustelefon genutzt werden.

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Siemens Telefon mit Zugschalter

"Zieh doch mal die Nummer", wäre wahrscheinlich der gebräuchliche Ausdruck zur Herstellung einer Telefonverbindung geworden, wenn sich das Siemens-Tischtelefon aus dem Jahr 1949 durchgesetzt hätte. Statt einer Wählscheibe, gab es hier einen Zugnummernschalter. Leider rutschte man beim "Ziehen" mit den Fingern zu leicht ab, so dass dieser Apparat nun als kurioser Irrläufer im Museum steht.

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Telegraf

Im Zeitalter von Handy und E-Mail ist die Nachrichtenübermittlung per Telegramm heute bereits zur Schneckenpost geworden. Doch ab Mitte des 19. Jahrhunderts revolutionierte die Erfindung von Samuel F. B. Morse die weltweite Nachrichtentechnik. Die kleinen Punkte und Striche auf den Papierstreifen der Morsetelegrafen lieferten plötzlich in Sekundenschnelle Informationen aus aller Welt, für die ein Bote zuvor noch Tage oder Wochen gebraucht hätte.

Sammelblatt

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"Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" - Die Anfänge des Telefon (PDF, 585.09 KB)